Geschichte des Sparens
Wirtschaftliche Bedeutung des Sparens
In der wirtschaftswissenschaftlichen Theorie hat das Sparen einen großen Einfluss auf viele Zusammenhänge und damit auch auf die wirtschaftliche Entwicklung. Damit löst eine Veränderung des Sparverhaltens also auch automatisch bestimmte Reaktionen innerhalb einer Volkswirtschaft aus. Da jedoch innerhalb der Wirtschaftswissenschaft verschiedene theoretische Richtungen existieren, wird das Sparen auch jeweils unterschiedlich gedeutet. Im Folgenden werden die Ansätze der beiden Hauptrichtungen der Wirtschaftswissenschaften kurz vorgestellt, um einen kurzen Überblick über die wirtschaftliche Bedeutung des Sparens zu vermitteln.
Der neoklassische Ansatz – mehr Sparen bedeutet höhere Investitionen
Da in der volkswirtschaftlichen Theorie innerhalb einer Volkswirtschaft vereinfacht gesagt die Höhe der Investitionen immer mit dem Sparvolumen übereinstimmt, kommt die Neoklassik in ihrem theoretischen Ansatz zu dem Schluss, dass eine Erhöhung des Sparvolumens tendenziell für geringere Kapitalmarktzinsen sorgt, was wiederum Investitionen lohnender macht und ihr Aufkommen steigen lässt.
Der Ansatz von Keynes – vermehrtes Sparen führt zu Konsumrückgang
Der Ansatz des Wirtschaftswissenschaftlers John Maynard Keynes betrachtet dabei eher den Gütermarkt und geht davon aus, dass eine Erhöhung des Sparvolumens einen Konsumrückgang zur Folge hat. Dies wiederum sorgt bei den Unternehmen im Normalfall für Umsatzrückgänge und geringeres Eigenkapital, so dass tendenziell eher ein Rückgang der Investitionen zu vermuten ist. Die Banken wären bei sinkenden Eigenkapitalquoten zudem weniger bereit, Kredite für weitere Investitionen zu vergeben.
